Eine Geschichte für sich
Am Anfang der Privaten Kornbrennerei H. Heydt stand die bäuerliche Arbeit, waren Ackerbau, Weide- und Forstwirtschaft. Sie bildeten die Lebensgrundlage der Familie Heinrich Heydt. In dem damals 1800 Einwohner zählenden Städtchen Haselünne war Heinrich Heydt ein angesehener Bürger und Mitglied des Bürgervorsteherkollegiums.
Bei ihm vereinigten sich Unternehmertum und Kaufmannsgeist mit bäuerlichem Ahnenerbe. Er war der Mann der Zeit, wagemutig und vorwärtsstrebend, in Schaffensfreude darauf bedacht, Neues zu bauen, das wirken und dauern könne... Man schrieb das Jahr 1860.
In dieser Zeit betrieb Heinrich Heydt gemeinsam mit seinem Vetter Reinert Heydt eine Brennerei. Nach dem frühen Tode seines Vetters gründete er 1860 eine eigene Brennerei, die sich aus einem kleinen Familienunternehmen zu einem bedeutenden Betrieb entwickeln sollte.
Die Produkte des kleinen Brennereibetriebs, zu dem auch eine Hefefabrikation gehörte, wurden vorerst nur in der näheren Umgebung verkauft. Aber Heinrich Heydts kaufmännische Rührigkeit und sein konsequent befolgtes Qualitätsprinzip ließen den Kreis der Kunden ständig wachsen.
Heinrich Heydt ließ sich durch die lebhafte Aufwärtsentwicklung seiner Firma nicht beeinflussen. Weder das hektische Fieber der Gründerjahre nach dem Krieg 1870-71 noch die sich daran anschließenden, zahllosen Zusammenbrüche konnten ihn beirren. Der landwirtschaftliche Betrieb, der die eigentliche Grundlage des Brennrechtes geschaffen hatte, wurde nicht vernachlässigt, sondern zur Brennerei in ein angemessenes Koordinierungsverhältnis gebracht. Korn stellte den Grundstoff des Brennereiproduktes dar. Alles, was in diesem Umwandlungsprozeß abfiel, ging in die Landwirtschaft zurück; die Rückstände der Destillation, die nichtflüchtigen Bestandteile des Getreides an Fetten, Eiweißen u. a., die sogenannte Schlempe, dienten als ausgezeichnetes Futter der Viehhaltung.
Um für die zweite Generation geordnete Rechtsverhältnisse zu schaffen, wurde die Firma 1893 als offene Handelsgesellschaft in das Handelsregister eingetragen.
Im Jahr 1894 erfolgte dann der Anschluß der Stadt Haselünne an das Schienennetz. Die Meppen – Haselünner Eisenbahn wurde gebaut. Heinrich Heydt erkannte die Vorteile dieses Transportmittels rechtzeitig. Konnten doch jetzt die gesamten Rohmaterialien (Getriede, Kohle, Fässer, Flaschen etc.) kostengünstig zur Produktionsstätte transportiert werden. Die Eisenbahn erwies sich somit als eine wirtschaftsfördernde aber auch rentable Verkehrseinrichtung, die der Personenbeförderung zugute kam und in gleichem Maße dem Güter- und auch Viehtransport dienlich war.
Als Heinrich Heydt im Jahre 1896 verstarb, hatten seine Söhne Lambert, Franz und Reinhard ein gesundes Unternehmen vor sich, das die Fähigkeit zur Weiterentwicklung in sich trug. Als Basis für eine weitere Ausdehnung des Geschäftes mußten die Brennrechte erweitert werden, deren Erwerb nur in einem bestimmten Verhältnis zum vorhandenen landwirtschaftlichen Grundbesitz möglich ist. Deshalb wurde der landwirtschaftlichen Betrieb durch Ankauf von Ödland und Nutzungsflächen vergrößert.
Der Kundenkreis wuchs weiter. Die Spirituosen der Firma H. Heydt gelangten bereits in die Kreise Meppen, Lingen, Aschendorf und Hümmling sowie in die Niedergrafschaft Bentheim, obwohl das immer dichter werdende Verkehrsnetz an Straßen und Eisenbahnen das Emsland nur lückenhaft erfaßte und die Belieferung der Kunden noch auf tagelangen Fahrten mit Pferdegespannen durchgeführt werden mußte.
Bei ihm vereinigten sich Unternehmertum und Kaufmannsgeist mit bäuerlichem Ahnenerbe. Er war der Mann der Zeit, wagemutig und vorwärtsstrebend, in Schaffensfreude darauf bedacht, Neues zu bauen, das wirken und dauern könne... Man schrieb das Jahr 1860.
In dieser Zeit betrieb Heinrich Heydt gemeinsam mit seinem Vetter Reinert Heydt eine Brennerei. Nach dem frühen Tode seines Vetters gründete er 1860 eine eigene Brennerei, die sich aus einem kleinen Familienunternehmen zu einem bedeutenden Betrieb entwickeln sollte.
Die Produkte des kleinen Brennereibetriebs, zu dem auch eine Hefefabrikation gehörte, wurden vorerst nur in der näheren Umgebung verkauft. Aber Heinrich Heydts kaufmännische Rührigkeit und sein konsequent befolgtes Qualitätsprinzip ließen den Kreis der Kunden ständig wachsen.
Heinrich Heydt ließ sich durch die lebhafte Aufwärtsentwicklung seiner Firma nicht beeinflussen. Weder das hektische Fieber der Gründerjahre nach dem Krieg 1870-71 noch die sich daran anschließenden, zahllosen Zusammenbrüche konnten ihn beirren. Der landwirtschaftliche Betrieb, der die eigentliche Grundlage des Brennrechtes geschaffen hatte, wurde nicht vernachlässigt, sondern zur Brennerei in ein angemessenes Koordinierungsverhältnis gebracht. Korn stellte den Grundstoff des Brennereiproduktes dar. Alles, was in diesem Umwandlungsprozeß abfiel, ging in die Landwirtschaft zurück; die Rückstände der Destillation, die nichtflüchtigen Bestandteile des Getreides an Fetten, Eiweißen u. a., die sogenannte Schlempe, dienten als ausgezeichnetes Futter der Viehhaltung.
Um für die zweite Generation geordnete Rechtsverhältnisse zu schaffen, wurde die Firma 1893 als offene Handelsgesellschaft in das Handelsregister eingetragen.
Im Jahr 1894 erfolgte dann der Anschluß der Stadt Haselünne an das Schienennetz. Die Meppen – Haselünner Eisenbahn wurde gebaut. Heinrich Heydt erkannte die Vorteile dieses Transportmittels rechtzeitig. Konnten doch jetzt die gesamten Rohmaterialien (Getriede, Kohle, Fässer, Flaschen etc.) kostengünstig zur Produktionsstätte transportiert werden. Die Eisenbahn erwies sich somit als eine wirtschaftsfördernde aber auch rentable Verkehrseinrichtung, die der Personenbeförderung zugute kam und in gleichem Maße dem Güter- und auch Viehtransport dienlich war.
Als Heinrich Heydt im Jahre 1896 verstarb, hatten seine Söhne Lambert, Franz und Reinhard ein gesundes Unternehmen vor sich, das die Fähigkeit zur Weiterentwicklung in sich trug. Als Basis für eine weitere Ausdehnung des Geschäftes mußten die Brennrechte erweitert werden, deren Erwerb nur in einem bestimmten Verhältnis zum vorhandenen landwirtschaftlichen Grundbesitz möglich ist. Deshalb wurde der landwirtschaftlichen Betrieb durch Ankauf von Ödland und Nutzungsflächen vergrößert.
Der Kundenkreis wuchs weiter. Die Spirituosen der Firma H. Heydt gelangten bereits in die Kreise Meppen, Lingen, Aschendorf und Hümmling sowie in die Niedergrafschaft Bentheim, obwohl das immer dichter werdende Verkehrsnetz an Straßen und Eisenbahnen das Emsland nur lückenhaft erfaßte und die Belieferung der Kunden noch auf tagelangen Fahrten mit Pferdegespannen durchgeführt werden mußte.
In diese organische Entwicklung griffen der Weltkrieg 1914-18 und die
anschließende völlige Geldentwertung mit harter Hand ein. Die
Währungsstabilisierung im November 1923 schaffte zwar wieder
übersehbare Verhältnisse, belastete aber durch die schlechte
Wirtschaftslage und mit der nun fühlbar werdenden Geldknappheit auch
die Firma H. Heydt. Der neue geschäftsführende Inhaber Hubert Heydt
sah sich daher vor eine schwere Aufgabe gestellt, als er in dieser
Zeit in die Firma eintrat und ihre Leitung übernahm. Die sich langsam
verbessernde Verkehrslage gab die Möglichkeit, eines noch engeren
Kontaktes mit der Kundschaft, der schnelleren Verbindung und der
prompten Belieferung. Im Jahre 1924 wurde das erste motorisierte
Fahrzeug angeschafft. Damit war die Firma H. Heydt in Haselünne das
erste Unternehmen, das sich für den Warentransport eines
Motorfahrzeuges bediente. Weitere Kraftfahrzeuge folgten. Die
Motorisierung erweiterte den Kundenkreis beträchtlich, so daß auch das
Oldenburger Münsterland, Bremen und im besonderen Maße Osnabrück in das
Verbreitungsgebiet einbezogen wurden. Die Marken „Alter Heydt", „HKT"
und die anderen Heydt-Erzeugnisse gaben stets die Garantie für
gleichbleibende Güte.
Zahlreiche Ausstellungen in Bremen, Osnabrück, Lingen und Nordhorn bestätigten diese Tatsache mit Goldmedaillen, Diplomen und Urkunden. Vom zweiten Weltkrieg wurde diese Entwicklung jäh unterbrochen. Der Beschlagnahme des Wagenparks folgten weitere Eingriffe in den laufenden Betrieb. Über die verbliebenen Bestände gingen dann Nachkriegselend, Besetzung und Geldentwertung hart hinweg. Dennoch blieb der Unternehmungsgeist der Inhaber ungebrochen. Der Wiederbeginn nach der Währungsreform war schwierig, denn es fehlten die notwendigen Betriebsmittel. Alle vorhandenen und verfügbaren Werte wurden mobilisiert und mußten der Firma dienen. Der erste Lastkraftwagen kam aus Militärbeständen. Der Wiederaufbau und der Ausbau des Fabrikationsbetriebes wurden unter Einsatz aller Kräfte gefördert. Die Nachkriegszeit und ihr Entwicklungstempo waren nicht mehr mit den Zeiten vor 1939 zu vergleichen. Motorisierung und Automatisierung begannen zu wirken.
Auch das Spirituosengeschäft war aus seiner Zwangsruhe erwacht. Die Nachfrage nach Spirituosenerzeugnissen stieg merklich. Nach der kritiklosen Zeit des „Balkenbrandes" - ein Ausdruck, den der Volksmund für die schwarz gebrannten Fuselerzeugnisse prägte - gab wieder die Qualität den Ausschlag für die Wahl des Konsumenten. Dem altbewährten Kräuter- und Magenlikör HKT wurde eine Neuentwicklung an die Seite gestellt, die unter der Marke „Alter Kurfürst" viele Liebhaber fand. Die Zahl der Mitarbeiter vergrößerte sich von Jahr zu Jahr. Schon bald erwiesen sich die vorhandenen Räumlichkeiten als zu klein, so daß ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude gebaut werden mußte.
Mit Hubert Heydt ist nunmehr die vierte Generation tätig. Das bestehende Spirituosen Sortiment wurde ständig den Wünschen der Verbraucher angepasst, und um neue Artikel erweitert. Zusätzlich wurden in den vergangenen Jahren mehrere attraktive Spirituosen Marken gekauft. Zusammen bildet dies die breite Basis für eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens in der Zukunft. Dazu Hubert Heydt:"Wir haben noch viel vor!"
Zahlreiche Ausstellungen in Bremen, Osnabrück, Lingen und Nordhorn bestätigten diese Tatsache mit Goldmedaillen, Diplomen und Urkunden. Vom zweiten Weltkrieg wurde diese Entwicklung jäh unterbrochen. Der Beschlagnahme des Wagenparks folgten weitere Eingriffe in den laufenden Betrieb. Über die verbliebenen Bestände gingen dann Nachkriegselend, Besetzung und Geldentwertung hart hinweg. Dennoch blieb der Unternehmungsgeist der Inhaber ungebrochen. Der Wiederbeginn nach der Währungsreform war schwierig, denn es fehlten die notwendigen Betriebsmittel. Alle vorhandenen und verfügbaren Werte wurden mobilisiert und mußten der Firma dienen. Der erste Lastkraftwagen kam aus Militärbeständen. Der Wiederaufbau und der Ausbau des Fabrikationsbetriebes wurden unter Einsatz aller Kräfte gefördert. Die Nachkriegszeit und ihr Entwicklungstempo waren nicht mehr mit den Zeiten vor 1939 zu vergleichen. Motorisierung und Automatisierung begannen zu wirken.
Auch das Spirituosengeschäft war aus seiner Zwangsruhe erwacht. Die Nachfrage nach Spirituosenerzeugnissen stieg merklich. Nach der kritiklosen Zeit des „Balkenbrandes" - ein Ausdruck, den der Volksmund für die schwarz gebrannten Fuselerzeugnisse prägte - gab wieder die Qualität den Ausschlag für die Wahl des Konsumenten. Dem altbewährten Kräuter- und Magenlikör HKT wurde eine Neuentwicklung an die Seite gestellt, die unter der Marke „Alter Kurfürst" viele Liebhaber fand. Die Zahl der Mitarbeiter vergrößerte sich von Jahr zu Jahr. Schon bald erwiesen sich die vorhandenen Räumlichkeiten als zu klein, so daß ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude gebaut werden mußte.
Mit Hubert Heydt ist nunmehr die vierte Generation tätig. Das bestehende Spirituosen Sortiment wurde ständig den Wünschen der Verbraucher angepasst, und um neue Artikel erweitert. Zusätzlich wurden in den vergangenen Jahren mehrere attraktive Spirituosen Marken gekauft. Zusammen bildet dies die breite Basis für eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens in der Zukunft. Dazu Hubert Heydt:"Wir haben noch viel vor!"


